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Auf dem Bildhauersymposion "Gletscherblut" in Südtirol im Jahre 1999 stieg er auf 3000 Meter Höhe, um einen ausgesuchten Felsen gelb einzufärben. Weithin leuchtete diese Sonnenfarbe von Menschenhand angebracht. Doch Zeit und Wetter ließ die Natur wieder zum Felsen allein werden. Die Farbe verblaßte und verschwand wieder. Sollte verschwinden. So zeigt Engl, dass Menschenhand nur begrenzt in den Rhythmus der Natur eingreifen kann. Sein reduzierter weiblicher Torso aus geschwärztem Fichtenholz, geschaffen im Jahre 1999, wäre auch als Sitz zu benutzen. Robert Engl drückt damit aus, dass uns das Weibliche, Mütterliche Ruhe und Geborgenheit im Wesentlichen schenken kann. Mit dem Thema "Himmelsleiter" hat er sich mehrfach befasst. In dieser Dokumentation zeigt er zwei Ausführungen. Einmal in Holz versilbert, dann Holz geschwärzt und gewachst. In beiden kommt der Wille andere Sphären zu erreichen zum Ausdruck, aber auch der minutiöse, schwierige Weg wird veranschaulicht, der zu überwinden zu bewältigen ist. Seine Kopfformen, die eigentlich nur als Hülle des Geistes zu verstehen sind zeigen in ihrer Klarheit und Einfachheit wie sehr der Inhalt, die Seele das Leben bestimmt. Die Statue "Moving" ausgeführt in Zirbelkiefer und Acryl, verdeutlicht, dass die auf das Wesentliche reduzierte Form der menschlichen Gestalt, verinnerlicht und besonnen, eine große Ausstrahlung auf jeden, der sich ihr nähert, haben kann. Auf dem Arbeitssymposion der "Frequenzen" im Fränkischen-Schweiz-Museum in Tüchersfeld im Jahr 2000 schuf Engl aus Stein eine Skulptur "Stuhl". Klare einfache Form, in Stein geworden, deutet auf die Ruhe, die wir brauchen, um schöpferisch tätig unser Leben positiv zu gestalten. Seit 1993 stellt Robert Engl regelmäßig in mehren Ländern aus, allein oder mit Freunden der beiden Künstlergruppen, denen er angehört. Jede seiner Arbeiten ist nur im Zusammenhang mit seinem Leben, mit der Erfahrung damit, zu verstehen. Jede seiner Arbeiten, wenn wir bereit sind uns damit auseinanderzusetzen, den Zugang zu seiner Philosophie zu finden, ist eine Bereicherung.
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